Samstag 27.8.2011, Reisebericht

Wir sind am Donnerstag wieder alle wohlbehalten in Wien angekommen, einzig ein Darmverstimmung in der Nacht auf Freitag hat mir jetzt doch etwas zugesetzt. Irgendwas müssen wir die letzten Tage abgefangen haben, hat es doch schon 4 unserer Gruppe in Bishkek erwischt. Leider haben wir es nicht alle sechs auf den Gipfel geschafft, trotzdem war es für uns alle ein ganz besonderes Erlebnis mit verschiedenen zum größten Teil positiven Erfahrungen.

Die ganze Expedition hat von Anfang an einen positiven Verlauf genommen. Die Anreise über Kirgistan war zwar etwas lang und exotisch, dafür aber sehr interessant, zum schauen und staunen blieb sehr viel Zeit. Die Straßen in Kirgistan führten uns zu 80% auf Schotterpisten über zum Teil 3500 Meter hohe Pässe, das soetwas viel Zeit in Anspruch nimmt kann man sich nur allzu gut vorstellen. In Kashgar erlebten wir in der Nacht unserer Ankunft einen Schreckmoment als zwei Straßen von unserem Hotel ein Terroranschlag 7 Menschenleben forderte. Das war aber schon alles unangenehme. Als wir am 1.August unsere Tour mit dem Aufstieg ins Basislager von Soubashi begannen begleitete uns immer feinstes Wetter, einzig der Wind im oberen Bereich des Berges ließ trotz blitzeblauen Himmels nicht jeden Tag zu einem Gipfeltag werden. Aber so schnell ging es ja auch wieder nicht. Zuerst mußten wir uns einige Tage im BC gerwöhnen, nicht jeder verkraftete die Höhe hier( 4430m ) ohne Probleme. Gewöhnungsbedürftig auch das Essen, obwohl unser chinesischer Koch Cha sehr bemüht war uns den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich zu machen. Irgendwann begann ich aber trotzdem unruhig zu werden da ich Angst hatte das das Wetter nicht immer so beständig bleiben könnte. Lager 1 konnten wir am 4.August alle gemeinsam auf 5400m errichten, schon von hier aus bot sich ein fantastischer Ausblick. Am 6.8. stiegen wir erneut alle hoch ins L1 um am darauffolgenden Tag L2 hochzutragen und aufzubauen. Doch das funktionierte nicht so wie sich das alle vorstellten. Udo und Olli K. fühlten sich nicht so wohl, biwackierten auf 5000m, Franz war in dfer Früh erledigt, so blieben nur noch Olli D., Karl und ich über zumindest 1 Zelt auf L2 zu stellen. Olli mußte aber auch auf 5800m aufgeben, somit blieben nur noch Karl und ich übrig. Das Wetter war hervorragend und so beschlossen wir etwas höher als das originale L1 ( 6200m ) zu gehen um am Gipfeltag Reserven in alle Richtungen zu haben. So stellten wir unser Zelt auf 6470 m auf, war ganz schön anstrengend Zeltplatz auszuschaufeln und Sturmfest zu machen. Die anschließende Abfahrt hinunter ins L1 war ein Hammer,...Firn vom feinsten,..wenn da nur die dünne Luft nicht wäre!!!! Nach ein paar Rasttagen im BC und etlichen Telefonaten mit Charly Gabl in innsbruck planten wir langsam unseren ersten Gipfelversuch. Unser Wetterprofessor stellte uns für den 14.August einen guten Tag für eine Besteigung in Aussicht. So stiegen Karl und ich am 12ten ins L1, am 13ten ins L2. Alles verlief prächtig, als wir uns aber in den Schlafsäcken verkrochen haben und zu schlafen versuchten setzte ein heftiges Gewitter ein was uns auch 30 cm Neuschnee brachte. Ich zweifelte das erste Mal an dem Wetterbericht!!! Hat er sich doch einmal getäuscht? Ich traute mich am Morgen gar nicht aus dem Zelt zu schauen,.. irgendwann öffnete ich dann doch den Reißverschluß und siehe da,...dunkelblauer Himmel, uns fällt ein riesengroßer Stein vom Herzen, sind zudem motiviert bis in die Haarspitzen. Wir warten noch bis es etwas wärmer wird und gehen gegen 12:00 Uhr Ortszeit los. Das marschieren fällt nicht schwer in dieser traumhaften Kulisse und dem fantastischen Pulver. Wir benötigen für die 1100 HM lediglich etwas mehr als 5 Stunden. Die letzten Schritte zum Gipfel sind ein sehr emotionaler Moment, dabei geht einen sehr viel durch den Kopf, wenn man dann dort steht wo es nicht mehr weiter geht ist man nur mehr zufrieden und sehr dankbar soetwas erleben zu dürfen. Karl und ich fallen uns in die Arme genießen den Moment, etwa 15 Minuten bleiben wir hier, dann müssen wir schauen das wir runter kommen,..es hat total zugemacht. Bis auf etwa 7200m müssen wir uns mit mit dem GPS helfen, ab da geht es los das Pulververgnügen. Wieder in L2 angekommen treffen gerade Udo, Olli K. und Franz ein. Sie wollen es am folgenden Tag versuchen. Wir beide steigen noch bis ins BC ab wo wir mit ein paar Bierchen auf unseren Erfolg anstoßen. Ein großer Schock am nächsten Tag als Franz gegen Mittag in BC kommt. Er hat mit der Kälte zu kämpfen und sich auch so nicht wohlgefühlt und sich fürs umdrehen entschieden. Olli K. Und Udo haben ihn ins L1 begleitet, verschieben ihren Tag auf den Nächsten!!! Leider sollte aber auch daraus nichts mehr werden. Am nächsten Tag beim Versuch ins L2 zu gehen muß Olli w.o. geben, Udo versucht es alleine. Bereitet sich auch im Zelt auf den nächsten Tag vor, als es plötzlich zumacht zweifelt auch er am positiven Wetterbericht, ist zudem alleine mit seinen Entscheidungen und kehrt schließlich auch um. Es tut mir sehr leid als ich ihn vom BC aus von L1 kommen sehe. Am 18.8. gehen wir alle noch mal ins L1 alles abbauen, feiern eine tolle Abschlußparty ( Olli K. kocht Kaiserschmarrn ), mit 75!!! Eiern und lassen somit unsere Expedition ausklingen. Am 20.8. beginnen wir unsere Rückreise, verbringen noch 2 Tage in Kashgar und einen Tag am Issykulsee. Hier können wir im zweitgrößten Gebirgssee der Welt bei 23° Wassertemperatur herrlich relaxen ehe wir nach Bishkek weiterfahren von wo wir unseren Flieger Richtung Heimat besteigen.

Zum Abschluß möchte ich mich bei allen Teilnehmern für die tolle Zeit und die Kameradschaft bedanken, alles hat klaglos funktioniert, das ist nicht selbstverständlich. Ebenso ein großes Danke an alle daheimgebliebenen fürs Daumendrücken und mitfiebern sowie die Gratulationen für meine Gipfelbesteigung.

Bis zur nächsten Tour.... 

Sonntag 14.8.2011 Mustagh Ata

Nach einer gewittrigen Nacht mit 20-30cm Neuschnee auf Lager 2 in 6400m Höhe erreichen Karl und ich um 11.30 (MEZ) den Gipfel. Im oberen Teil helfen wir uns mit dem GPS bei der Abfahrt aufgrund sehr schlechter Sichtverhältnisse.

Mittwoch 10.8.2011

Es ist bewölkt und laut Wettermeldestelle in Innsbruck gibt es im Gipfelbereich ca. 90km/h Wind. Ein Teil der Mannschaft hat die Nacht im Lager 1 verbracht und versucht nun auf Lager 2 aufzusteigen.

Sonntag 7.8.2011

Nach einer Nacht auf Lager 1, steigen Karl und ich auf 6400m, um dort Lager 2 zu errichten. 1000Hm Firnabfahrt folgen. Die nächsten 2 Tage werden wir im Basislager verbringen.

Basislager 5.8.2011

Nach der Errichtung von Lager1 auf 5400m sind wir wieder im Basislager zurück. Das Wetter ist unverändert-dunkelblauer Himmel!

Basislager 1.8.2011

Bei strahlendem Sonnenschein und 25°C sind wir heute am Weg ins Basislager. Darf man den Gerüchten glauben schenken, so ist ausreichend Schnee und es herrschen gute Bedingungen am Berg.

Abreise,27.7.2011......

Jetzt ist es endlich so weit. Heute startet unsere Reise nach Kirgisien, von dort am Landweg weiter nach China. Wir haben uns alle am Sonntag nochmals getroffen, alle sind gut drauf und  positiv auf unsere Expedition eingestellt. Mein Fuß dürfte auch wieder halbwegs OK sein, ein bisschen Zeit habe ich ja noch bis es ans Eingemachte geht.

Ich möchte allen Freunden recht herzlich für die guten Wünsche danken, haltet uns die Daumen, das können wir nur all zu gut gebrauchen. Auch ein großes DANKE für all jene die uns in irgendeiner Form geholfen und unterstützt haben. ( danke für die gute Behandlung meines Beines !!!! )Wenn wir das Basislager erreicht haben melde ich mich wieder, bis bald

 

Mani

Treffen mit Sponsor Thomas Schmid und RAINER SCHÖNFELDER 01.07.2011

Heute trafen wir uns mit einem unserer Sponsoren, Wirtschaftscoach Thomas Schmid und Rainer Schönfelder um ihnen unsere Geschichte vorzustellen, sie ihrerseits präsentierten ihren Fond ALPIN GLOBAL TREND, es waren angeregte Stunden in freundschaftlicher, geselliger Atmosphäre. Beide Seiten waren von den jeweiligen Vorhaben und Zielen beeindruckt, besonders Rainer war von der Idee einen 7000er mit Schiern zu befahren vollends begeistert. Interessant war es dann auch als Rainer uns seine nächsten Ziele näherbrachte, ich konnte sofort seine Leidenschaft erkennen das er es einfach noch einmal wissen will. Ich wünsche ihm dafür alles erdenklich Gute, bin auch überzeugt wenn er endlich einmal Verletzungsfrei bleibt es noch einmal zurück zu schaffen.

 

Die Gelegenheit nutzten wir auch unsere neuen TECNICA Schuhe zu präsentieren, mein großer Dank an Gaby von Blizzard die uns so mit den neuesten BLIZZARD Skiern und den Tecinca Schuhen die optimale Ausrüstung zur Verfügung stellt.

 

Nach einer neuerlichen Radausfahrt heute bin ich mit meinem Geneseungsverlauf völig zufrieden. Kann schon wieder leichten Druck aufs Pedal geben,...super wenn ich bedenke wie fast aussichtslos die Situation noch am Dienstag war. Spreche auf die Physiotherapie sehr gut an, jetzt hoffe ich das ich die noch erforderliche Geduld aufbringen kann. Mein Dank an alle die mir helfen -:) 

Montag, irgendwann Abends,...27.6.2011

Es ist ja wirklich nicht zu glauben!!! Da bin ich bestens vorbereitet und jetzt so eine Verletzung. Nach der heutigen Röntgenuntersuchung wurden zum "Glück" nur mehrere Muskelfaserrisse im re Oberschenkel diagnostiziert. Ui tuat des weh!! Körperlich und seelisch.

Habe am Samstag einfach als Jux bei meiner Feuerwehr an Wettkämpfen teilgenommen, beim Staffellauf brachte ich zu viel Kraft auf den Asphalt und plötzlich spürte ich ein dumpfes "zong" im Bein!!! Ich brach ein und wusste sofort das da etwas gröberes passiert war. Das genau einen Monat vor unserer Abreise. Aber passiert ist passiert, der Blick geht nach vorne. Ich bekomme jetzt täglich 2 Physiotherapien, werde das schon in den Griff bekommen obwohl es mich schon sehr ärgert! Wollte am Sonntag in St.Pölten beim Radmarathon starten, jetzt kann ich schmieren kühlen und nur hoffen...

SCHRECKSEKUNDE...... 25.6.2011

Sponsoren der Expedition

Ein großer Dank an die Firmen welche mich schon lange unterstützen und auch unser Team für den Mustagh Ata zur Seite stehen!

 

BLIZZARD TECNICA Group

PEEROTON

ALPIN Global Trend

BAUERFEIND

TRUMER SCHUTZBAUTEN

ORTOVOX

Sport 2000 PEMSEL

 

Unser Team

Von li., KARL Kahlbacher, UDO Köberl, OLIVER Dreier, OLIVER Kraus, FRANZ Grießl, MANFRED Tod

 

Manfred Tod

 

Meine sportlichen Erfolge sowie meinen Weg zum Sport brauche ich hier nicht mehr anfüheren.

Für meinen bevorstehenden Höhepunkt im Bereich Höhenbergsteigen wünsche ich mir nur das sich unser Team immer gut versteht und eine tolle Zeit gemeinsam verbringt, alles andere wird sich ergeben. Der Gipfel ist nicht MUSS, der soll einfach passieren, schön wäre es wenn wir es alle sechs gemeinsam schaffen würden. Wäre das der Fall würde ich gerne einen zweiten Versuch, dann nonstop BC-Summit probieren,..will see....!!!!

Karl Kahlbacher

 

Geboren 1956 in Knittelfeld und aufgewachsen auf einem Bauernhof in den Bergen. Deswegen begann ich schon in der Volksschulzeit mit dem Ausdauertraining, eine Stunde den Berg hinunter in die Schule und zu Mittag den Weg zurück. Weil ich nicht immer zu Fuß gehen wollte, lernte ich auch gleich das Schifahren.

Nach der Schulzeit zog ich nach Graz und wurde Lehrer (Mathematik).Das bin ich noch immer und ich werde auch mit niemandem tauschen.

Da mir das Gehen zu langsam wurde begann ich zu laufen. Ich brachte es zu einigen steirischen Meistertiteln im Berglauf und Crosslauf.

Laufen alleine war etwas langweilig und so fand ich den Weg zum Schibergsteigen.

Obwohl ich die steirischen Berge sehr gerne besuche, aber noch immer nicht auf allen oben war, begann ich auch, mich für höhere Gipfel zu interessieren. So arbeitete ich mich schön langsam immer höher (Ortler, Mont Blanc, Elbrus, Kilimanjaro). Und jetzt hoffe ich zusammen mit meinen fünf Freunden den Gipfel des Muztagh Ata zu erreichen.

 

Zhu nin biao yan cheng gong!    Möge die Übung gelingen!

Oliver Dreier

Udo Köberl

Oliver Kraus

Franz Grießl

Vorbereitungswochenende in Fusch,6.-9.Mai 2011

Letztes Wochenende war es endlich so weit. Wir fuhren gemeinsam nach Fusch um unsere Pläne bzw. alles organisatorische für unsere Expedition zum Mustagh Ata durchzubesprechen. Man soll ja gar nicht glauben was da obwohl schon sehr viel vorbereitet wurde noch alles ans Licht kommt wenn alle sechs Teilnehmer dann an einem Tisch sitzen.Trotzdem, ein jeder wartet mit Spannung und bereits bestens vorbereitet auf den Abreisetermin am 27.Juli 2011.

Doch wir sind nicht nur nach Salzburg gefahren um zu plaudern, das traumhafte Wetter wurde auch noch für gemeinsame Touren genutzt.

Am Samstag starteten wir um 06:00 Uhr mit dem Taxi!!!! ins Käfertal, eigentlich ungewöhnlich für uns, da ich aber heuer schon 2x dort hinein marschiert bin wollte ich mir und dem Team die 7 Kilometer lange Straße ersparen. Von dort ging es hinauf zum Spielmann, nach einer traumhaften Abfahrt ins Guttal ein Wiederaufstieg auf den Kloben und dann zurück hinunter bei herrlichem Firn ins Käfertal. Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es per Auto über den Glockner zur Guttalbrücke, von hier aus mit vollem Gepäck Richtung Brennkogel. Beim ersten Schneekontakt stellten wir unsere Zelte auf. Wir begannen Schnee zu schmelzen, testeten unsere Hochlagernahrung und verbrachten noch tolle Stunden,...Udo auch noch eine unvergessliche??!! Nacht.

Am nächsten Morgen stiegen wir auf zum Brennkogel, Karl strapazierte unsere kleinen Gehirne mit Denkaufgaben ( hoffentlich legt sich das bis China ), und Udo war eindfach nur müde!!! Wir genossen oben angekommen das traumhafte Panorama und nutzten dieses für unsere gemeinsamen Fotos.

 

Expedition Mustagh Ata ( 7546m ) 27.7./25.8.2011

Mustagh Ata, 7546 m ( Foto-Wikipedia ) Mustagh Ata, 7546 m ( Foto-Wikipedia )